9 Millionen…und mehr

Drei Tage im Netz und 9 Millionen mal angeguckt. Hinreißend, mitreißend. Wie dieser Commander Hadfield durch die ISS schwebt und singt und Gitarre spielt. Und dann auch noch DIESE Astronautenhymne. Wie schön, dass er und sein Team gerade wieder heil auf der Erde gelandet sind. Major Tom ist es ja eher nicht so gut ergangen. Also, wer es bis jetzt noch nicht mitbekommen hat und sich das spacige Video mal angucken möchte, der sollte das mal tun. Solange es noch geht. Oder, wie es Marcus Beckedahl auf netzpolitik.org so schön sagt: „Noch haben die GEMA-Youtube-Filter das Lied nicht entdeckt, insofern kann man es noch schauen, solange der Vorrat reicht.“

Und: Liebe Richter in Karlsruhe. Was ihr heute mit Google gemacht habt, das ist mir herzlich egal. Wenn ich was suche, weiß ich, was ich suche. Ich brauche Google’s Autocomplete-Funktion nicht. Bin ja froh, dass ich bei denen nicht mehr „Deutschland geil“ finde. Auch eine skandalerprobte Frau Wulff würde sich jetzt doch freuen, wenn sie nicht mehr an ihre vermeintlich so schlüpfrige Vergangenheit erinnert würde. Hehe, Sascha Lobo (Google-Automat: „Idiot“) reagiert da übrigens ganz gelassen:

Aber zurück zu euch, liebe Richter, nach Karlsruhe: Nehmt dem Internetvolk, den Youtube-Jüngern, den Astronautenfans, den Facebook-Teilern, den Google+Kreisen, den Powertwitterern, nehmt uns nicht die Möglichkeit weg, so schöne Dinge wie dieses Video zu verbreiten. Auch wenn es schon 7 Millionen gesehen haben. Es dürfen ruhig noch mehr werden.

+++update+++15.05. 7:20+++Muss Überschrift den Realitäten angleichen.+++nächstes update heute mittag+++knacken wir die 10 Mio-Marke?+++

+++update+++ locker geknackt. nur für die Chronik: Heute, am 3.6. 2013 sind es mehr als 15,5 Mio, das ist doch schön. Noch erstaunlicher ist es, dass man das Ding noch sehen kann.+++

Der BGH schwingt die youtube-Keule

Nächste Woche könnte es vorbei sein mit dem Teilen von lustigen youtube-Videos. Der Bundesgerichtshof wird darüber entscheiden, ob das Einbetten von youtube-Videos auf anderen Webseiten, zum Beispiel hier, weiterhin erlaubt sein soll, ob wir in Zukunft noch Clips auf Facebook teilen dürfen. Über der Entscheidung schwebt wie eine dunkle Wolke das Urheberrecht.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es Kräfte gibt, die das Soziale Netz untergraben wollen. Die virale Verbreitung von Inhalten wird dadurch erheblich eingeschränkt. Ich muss zwar nicht jeden Scheiß teilen. Aber manchmal sind Sachen so klasse, dass man sie doch gerne mit entsprechendem Verweis auf anderen Seiten oder in der Facebook-Chronik posten möchte. Die es verdient haben, geteilt und verbreitet zu werden.

Hm, erst die #drosselkom und nun dies. Nicht zu vergessen: mein Lieblingsverein, die Gema. Wo führt das hin?

Gerade jetzt, nach der re:publica, wo wir drei Tage lang das Internet gefeiert haben, stößt es besonders übel auf, dass unser Tun hier durch eine nicht mehr zeitgemäße Rechtsprechung andauernd torpediert werden soll.

Nun habe ich ein bisschen das Gefühl, dass die re:publica nur ein kurzer Aufenthalt im Paralleluniversum war. Willkommen in der Wirklichkeit.