Was ich mache, wenn ich im Lotto gewinne

Da träumt doch jeder von. Und jeder hat was anderes mit der Kohle vor. Das Frosch-Team hat sich Gedanken gemacht – zumal es gerade mal wieder aus einem naturereignisreichen Urlaub in den provençalischen Bergen ins normale Leben zurückgekehrt ist.

Also gut, Jackpot geknackt, 32 Millionen aufm Konto. Saugeil. Als erstes werden beide Frösche kündigen. Und tschüss. Freiheit für die Kreativität! Endlich Zeit fürs Holzbauen, Fotografieren, Musikmachen und Schreiben! Endlich richtig ironbloggen!

Abgesehen von der Versorgung und Absicherung unserer Familien ist Folgendes geplant:Kauf eines alten Hofes mit der Möglichkeit, ein Feuer im Garten zu machen und ggf. ein Tipi aufzustellen. Dieser wird renoviert, bearbeitet, ausgebaut, was so anfällt, vieles im selfmade-Modus (das lässt der andere Frosch sich nicht nehmen), wir haben ja Zeit. Kauf eines kleinen Steinhäuschens in der Provençe, vorzugsweise am Lac de St. Croix. Eine Sauna für…..

Papperlapapp. Ich könnte da noch viele Dinge auflisten, die so anfallen würden, das ist alles nebensächlich. Das Größte was uns beiden passieren könnte, wäre: Zeit. Zeit zu haben. Vielleicht lachen da manche drüber. Ich denke aber: Zeit ist Freiheit.

Ich denke auch: Wer in seinem Job erfüllt und glücklich ist, der hat solche Gedanken gar nicht. Ich erlaube mir sie mir allerdings mal gerade. Weil die Situation in meinem Job derzeit etwas äh unübersichtlich ist. Hinzu kommt der übliche Urlaubs-Blues und die Sommer-Endzeit-Stimmung (es ist noch dunkel, wenn ich morgens aufstehe) – das ist doch ein vorzüglicher Selbstmitleids-Cocktail.

Und so hockt man nach einem öden ersten Büro-Montag (mein Schrittzähler ist letzte Woche in Frankreich fast explodiert, hier implodiert er eher) zu Hause aufm Sofa rum und sinniert über das, was alles schöner sein kann, denkt an das warme Herbstlicht der Provençe, das buchstäblich erhebende Gefühl, wenn man irgendwo hochgeklettert und oben angekommen ist, an die Weite der Berg- und Felslandschaft, an die Ruhe, die Einsamkeit, das erfrischende Wasser des Sees, das satte Türkis des Verdon, den Duft nach Thymian und Buchsbaum.

Alles klar, das ist der Urlaubs-Blues, dieser kleine Wicht, der einem den Eintritt in den Arbeitsalltag (uuääää, was für ein abtörnendes Wort!!!) so schwer macht. Ach, morgen geht’s wieder ne Runde besser und übermorgen noch etwas besser und dann ist schon Donnerstag, was ja fast Freitag ist und damit quasi schon Wochenende.

Ich darf nicht vergessen, den Lottoschein abzugeben.

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3 Gedanken zu „Was ich mache, wenn ich im Lotto gewinne

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