#rp14 – das Rauschen ist vorbei

Zum dritten Mal war ich in diesem Jahr auf der re:publica. Für mich wird es jedes Jahr besser. Am Anfang wusste ich nicht wohin mit mir – zu viele Leute, zu viel los, zu wenig Überblick. Aber man lernt schnell.

Und dann macht es nur noch Spaß. Ähm, wer nicht so weiß, was das da eigentlich ist, und es gibt noch verdammt viele, die nicht wissen, was das für eine komische Veranstaltung ist da in Berlin, dem versuche ich in zwei einfachen Sätzen zu erklären, was das ist. Da treffen sich Leute, die das Internet mögen. Da sind welche auf vielen Bühnen, die noch mehr Leuten vor den Bühnen erzählen, was man alles mit diesem Internet machen kann. Und noch ein Satz: Alle, die da sind, möchten gerne, dass das Internet so bleibt wie es sein soll: Frei, ungezähmt, für alle zu haben, unreguliert, unüberwacht.

Die Leute auf der re:publica waren vielleicht anfangs wirklich mal ein paar hundert interessierte Nerds. Längst hat sich das geändert. Da kommen immer mehr Menschen hin, die Lust haben, etwas zu sagen, was andere Menschen dazu bewegen könnte, ihr Verhalten zu ändern. Nicht nur im Netz. In diesem Jahr waren es an die 6000.

Die ganze re:publica fühlt sich für mich wie ein Dauerrauschen an. Es rauscht dort fortwährend. Irgendwie ist sie immer ein bisschen „Into the wild“: Menschen wuseln durcheinander, überall wird gesprochen, genetzwerkt – der beste Platz – außer in einem guten Vortrag – ist der Affenfelsen. Mitten in der Halle, zwischen all den Vortragssälen – sitzt man auf Podesten, guckt rum, arbeitet, talkt mit anderen Leuten, trifft Bekannte und Unbekannte, beobachtet die Menge, trinkt nen Kaffee, schreibt mal kurz ne Mail oder twittert. Hier ist es nicht komisch, wenn man andauernd auf ein Display guckt, hier ist der digitale Autismus ein Stück Zusammengehörigkeit, hier ist keiner alleine, wenn er im Netz ist.

Viktor Mayer-Schönberger: meine Lieblingssession über die ethischen Grenzen von Big Data

Viktor Mayer-Schönberger: meine Lieblingssession über die ethischen Grenzen von Big Data

Botschaften kommen, immer wieder. Bekannte und unbekannte Menschen erzählen ihren Zuhörern, was Sache ist, manche machen es ganz toll, andere machen es leider nicht so ganz gut. So geht man auch schon mal aus einer Session nach 5 Minuten wieder raus, die so viel versprach aber nichts davon hielt. In anderen Sessions hängt das Publikum an den Lippen der Speaker, manche werden richtig fett gefeiert.

Ich zitiere an dieser Stelle @katjazwitschert, die am Tag nach der #rp14 folgendes getwittert hat:

Ich freu ich auf nächstes Jahr, wenn es wieder losrauscht in Berlin. Und wünsche mir, dass das Internetvolk, das sich jedes Jahr auf der re:publica versammelt, seine Message nach draußen trägt und viele andere mitnimmt.

rp rest

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s