Jetzt isses weg, das #ibes

Trashfernsehen, nee, das guckt ja keiner, nur so 8 Millionen Zuschauer. Genau so wie keiner die Merkel wählt. Oder die CDU gut findet. Also, ich gucke das Dschungelcamp. Jedes Jahr. Ich steh dazu.

Und eben hab ich dann im Internet den Schluss gesehen, weil ich das Finale aufgrund einer Terminkollision nicht live sehen konnte, und habe seit gestern Abend versucht zu verhindern, dass mir irgendeiner sagt, wer denn jetzt die Dschungelkrone bekommen hat. Das ist natürlich schwierig, wenn man auf einer Karnevalsparty im Dschungelcamp-Outfit herumläuft. Das mache ich aber traditionell. Seit Jahren. Weil besagte Karnevalsparty IMMER am letzten #ibes-Abend ist. Und ich auf dieser Karnevalsparty IMMER Musik auflege.

silke im dschungelIch muss sagen, dass ich ein Nerd bin, was diese Show betrifft. Ich habe – nur für diese spezielle Karnevalsparty ein T-Shirt mit meinem Namen bedruckt und der Telefonnummer der Kneipe, in der ich auflege. Ich habe einen Hut, auf dem stehen die besten Sprüche der letzten Staffeln. Und ein Haufen Plastikspinnen krabbelt auf dem Hut rum. Habe noch keine Kakerlaken gefunden. Nächstes Jahr. Rote Shorts gibt’s natürlich und feste Schuhe, mehr brauche ich nicht an diesem einen Abend im Jahr, den ich in dieser Kneipe verbringe, die im Volksmund schon „Saunaclub“ genannt wird – dort herrschen bei diesen Karnevalspartys Temperaturen von 40 Grad und eine 90%ige Luftfeuchtigkeit. Dschungelklima also. Das Kostüm funktioniert auch nur an diesem einen Abend, weil: Wenn richtig Karneval ist, also in der Regel so zwei bis drei Wochen nach dem Finale, haben die meisten Leute vergessen, was man so darstellen möchte. Und das Vergessen, das ist die wichtigste Begleiterscheinung dieser Show.

Dank der Internetmediathek vom RTL habe ich keine einzige Minute der vergangenen zwei Wochen verpasst, ich habe ALLES gesehen und bin mit all den anderen Zuschauern, die das „nie“ gucken, durch die Larissa-Hölle gegangen. Habe Melli für ihren Mut bewundert, mich bei Jochen immer gefragt, wie ehrlich der wirklich ist, war enttäuscht über die „Ulknudel“ Tanja und hin und hergerissen von Herrn Glatzeder …und die anderen Namen hab ich schon fast vergessen.

Das ist das Problem dieser Menschen. Die gehen da rein um sich einen Karriereschub zu verpassen – heißt es ja immer – und wo landen die dann? Ich kann es gar nicht sagen. Denn erstens weiß ich nicht mehr wie die alle heißen. Und zweitens mache ich den RTL außerhalb der zwei #ibes-Wochen so gut wie nie an, höchstens wenn Jauch kommt. Und den RTL 2, den mache ich NIE an. Landen die alle da? Was tun die? Wo sehe ich Joey Heindle, den König der letzten Staffel? Immerhin weiß ich den Namen noch. Er hat dann wohl doch etwas hinterlassen, der Kleine. Nur was?

Es gibt allerdings eine einzige Person, die bei mir etwas hinterlassen hat, das ich in Worte fassen kann. Grenzenlose Verachtung. Georgina hat mich so sehr beeindruckt, dass ich ihr hier sogar tatsächlich schon einen eigenen Blogpost gewidmet habe. Das muss ihr erst mal eine/r aus dieser Fraktion nachmachen.

Gestern Abend fragte ich mich, ob es eine Folge des jämmerlichen Auftretens von dem Wendler war, als mich ein Gast bat, einen seiner Schlager zu spielen. Ähm, nee, hier nur kölsche Musik, kein Après Ski, kein Ballermann. Ich denke, dass sich meine Berührungspunkte mit diesem Schlagersänger auf wenige Musikwünsche dieser Qualität beschränken werden.

Und sonst? Ich habe keine Ahnung mehr, was zum Beispiel bei der Staffel 2012 los war. Wer da war. Geschweige denn wer Dschungelkönig geworden ist. Wirklich nicht, ich müsste das jetzt wirklich googeln.

Fazit. Zu Beginn dieser Staffel dachte ich, das ist die geilste Zusammenstellung ever ever ever. Nach ein paar Tagen legte sich das, im Camp ging es ja nur um drei bis vier Leute, die anderen vegetierten so dahin bzw. der RTL wollte unsere Aufmerksamkeit nur auf bestimmte Leute lenken, weil nicht alle so viel Zündstoff besaßen wie Larissa oder Winfried.

Das haben Regie, Drehbuchschreiber und was weiß ich wer noch mal wieder exzellent gelöst und uns Zuschauer genau dahin gebracht wo sie uns haben wollten. Ohne dass es einer merkt. Nun… fast. Denn Kommissar Flötenfrosch hat aufgepasst:

Melli und ihr Herpes. Mal war er da, mal nicht. Ich habe den Verdacht, dass hier die Sachen nicht so zusammengeschnitten worden sind, wie sie zusammen GEHÖRT hätten. Also, dass da in den Timelines etwas herumge…äh.., also, ich denke, da wird ordentlich rumgefaked, was soll’s, ich will unterhalten werden.

Tief verneige ich mich vor den Musikredakteuren, die nicht nur die richtigen Songs auf den Punkt auswählen, sondern über ein großes und breites Musikwissen verfügen, da waren mal wieder rare tracks zu hören und hübsche Covers auch.

Larissa ist die durchgeknallteste Frau die ich jemals dort gesehen habe und dabei aber auch die allerhübscheste, die sah immer super aus, egal auf was für einem Trip die gerade war. Ihre Lache ist großartig. Und wird noch lange nachhallen. Länger als der Ruf „Ich bin ein Staaaar, holt mich hier raaaaauuuuuuuuuus!!!!“

Bunkt.

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