Feld- Wald- und Wiesenblog

Es ist aus. Habe ich gedacht. Mal wieder. Es ist Schluss mit den Ideen, den Themen, mir fällt nix ein, Blog blockiert, also quasi eine Blogade.

Schmerzlich wird mir bewusst, dass heute schon wieder Freitag ist und ich schon wieder dazu neige, meiner Blogpflicht nicht nachzukommen. Und erneut bei den Ironbloggern als „faul“ gelistet zu werden und auch für diese Woche 5 Euro in die Kasse zahlen zu dürfen. Nun, ich habe erst 10 Euro Schulden, das ist nicht ganz verkehrt nach mehr als 4 Monaten, andere stehen da deutlich schlechter da. Die Ironblogger verpflichten sich dazu, mindestens ein Blogpost pro Woche rauszuhauen. Ansonsten zahlt man 5 Euro in die Kasse, die man dann irgendwann mal gemeinsam versäuft. Ein solches Treffen kam in dieser Woche erstmals zustande.

Genau richtig zu diesem Zeitpunkt, denn ich habe das, was ich hier mache, mal wieder – und das tu ich ja alle paar Monate mal – in Frage gestellt: Warum schreibe ich hier, warum sollten Leute meinen Kram lesen? Wenn ich über die Bahn hetze oder rauchfreie Schreckensszenarin heraufbeschwöre oder ständig mit dem Rad von Bonn nach Köln gurke?

Dann hab ich gedacht: spezialisier dich. Von mir aus auf Canyoning oder Klettern. Aber das ist eben nun mal eine saisonbedingte Angelegenheit. Und dann gab es endlich dieses erste Ironbloggertreffen in Köln. Wir sind eigentlich schon ganz schön viele, über 30, und die Hälfte war da. Im Früh am Dom. Mitten unter den Touristen. Geht da eigentlich ein Kölscher hin? Nun, wir waren da, das Bier hat auch geschmeckt und das Essen kam in Lichtgeschwindigkeit. Thomas neben mir musste länger auf sein Essen warten, es ging um Himmel un Ääd, das bestellt sonst keiner, so mussten sie es wohl tatsächlich noch RICHTIG kochen, hihi.

Also gut, Thomas neben mir. Und dann noch ein Thomas daneben und später noch einer. Es gibt auch Daniel und Dagmar und Stefan und Katja und noch mehr, also schon Leute mit richtigen Namen. Bisher kannte ich sie nur mit ihren Netz-Namen. Ich kam mir ein bisschen komisch vor, als ich mich mit „Yo_Silke“ bzw „Flötenfrosch“ vorstellte, ich bevorzuge im analogen Leben auf jeden Fall meinen Klarnamen.

Und schon quatschten alle miteinander. Schön! Die Gesichter hinter den Blogs und Tweets zu sehen, den Leuten zuzuhören, sie grinsen zu sehen und sich mal wieder darin bestätigt zu sehen, wie angenehm es ist, wenn die Leute nicht alle rundgeschliffen sind.

Und jetzt kommt das Allerbeste: Viele aus der Runde schreiben Feld- Wald- und Wiesenblogs. Also genau so einen durcheinander gemixten Kram wie ich hier. Die schreiben auch über alles, was ihnen in den Sinn kommt. Und stellen sich gar nicht die Frage: Warum soll einer mein Zeug lesen? Die machen einfach.

Und das hat mir wieder Auftrieb gegeben. Egal, ob mir eine Woche lang mal nichts einfällt. Also, die 5 Euro tu ich gerne in die Kasse. Ich setzte mich nicht unter Druck, ich schreibe einfach wieder drauf los. Ich habe da eigentlich auch noch genug Zeug, über das ich gerne auch mal wieder ein paar böse Wörter verlieren möchte. Aber dies hier, das gehört erst mal in die Kategorie „Schön“.

Keine Frage, dass ich im Früh mal wieder bei den Letzten mit dabei saß. Ein guter Abend war das.

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