Der kleine dicke bunte Mann

Die haben sich doch hoffentlich richtig Gedanken gemacht bei RTL. Ganz bestimmt haben die sich die Köpfe zerbrochen und auch eingeschlagen über die Frage: Wie können wir Dirk Bach eine angemessene Ehrung zukommen lassen ohne dass wir der ersten Sendung des diesjährigen Dschungelcamps den Spaßfaktor nehmen?

Die Lösung wird schnell offensichtlich: Gar nicht. Sonja macht ein paar Anspielungen, sie und der Neue witzeln angestrengt und ich bekomme feuchte Augen: Dirk Bach fehlt. Der kleine bunte Mann fehlt. Der mit den schrillen Klamotten und seinem kugelförmigen Körper vor seiner doppelt so großen Partnerin über die Hängebrücke tippelt.

Enttäuscht stellt meine kleine bekennende Dschungelcamp-Gemeinde auf Facebook fest: Schwach.

Man will das sensationsgeile RTL-Publikum schließlich nicht mit traurigen Erinnerungen vom aktuellen Geschehen ablenken. Und ja, das hat aber auch mal wieder Zündstoff. Tatsächlich werden wir abgelenkt. Von Olivia Jones, der bereits nach wenigen Sekunden der Stempel Camp-Mutti und potentielle Dschungelkönigin verpasst wird. Von der „Kackbratze“ Georgina und dem gescheiterten Fotomodell Fiona, die großes Zickenpotential haben und sich sehr wahrscheinlich noch gegenseitig ihre Fingernägel ins Fleisch hauen werden.

Viel versprechen wir uns auch von Silva mit der großen Klappe, dem braunhäutigen Pendant zu Dieter Bohlen. Erschreckend dumm ist der kleine Joey, ein ehemaliger DSDS-Kandidat. Mir tut er leid.

Und dann noch die Tochter von Tony Curtis, von der noch niemals jemand irgendetwas gehört hat, Allegra, die so viel Botox in der Fresse hat, das sie nur einen einzigen Gesichtsausdruck kann: Schockstarre.
(Carolin Kebekus hat das mal in einer Nummer demonstriert).

Und der Quotenpromi Helmut Berger, der so aussieht, als würde er jeden Moment tot von seiner Liege purzeln, mit der Kippe in der Hand. Und der Dagobert, der Verbrecher, der der einzige aus der Truppe ist, der es schafft, zwei intelligente Sätze hintereinander zu sprechen.

Wie immer eine schöne Mischung aus dem Bodensatz des deutschen Boulevardfernsehens.

Nun, die also alle aufeinander, die nächsten zwei Wochen heißt das späte Abendprogramm bei mir Dschungelcamp, ich stehe dazu, es ist mein Lieblingstrash. Meine einzige Fernsehmüllunterhaltung. Da muss Herr Buhrow mal zwei Wochen lang auf mich verzichten.

Nachdem man also in den zweieinhalb Stunden die neuen Leute kennengelernt hat, eine vertraut ekelige Dschungelprüfung und die ewige „Du bist es vielleicht-Nummer“ am Ende überstanden hat, nachdem man sich langsam auch daran gewöhnt hat, dass Sonja jetzt einen Neuen hat, da kommen sie plötzlich dann doch: diese schwarzweißen Bilder in Zeitlupe, untermalt mit einem unendlich traurigen Popsong: Dirk Bach tippelt über die Hängebrücke, Dirk Bach erschlägt sich selber mit einem Krokodil, Dirk Bach macht Faxen mit Sonja Zietlow.

TA, DICKIE.

Hach ja.

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